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Presseinformationen und -materialien

Die aktuellsten Pressemitteilungen, Pressebilder sowie weiterführende Materialien rund um die Kampagne stellen wir Ihnen hier zur Verfügung.

Klage wegen schleichender CO-Vergiftung

Langanhaltende CO-Vergiftungen werden selten erkannt – mit schwerwiegenden Folgen

Erstmals hat eine Mieterin ihren Vermieter wegen einer andauernden Kohlenmonoxidvergiftung verklagt. Bei der Frau aus Lüneburg traten über mehrere Monate hinweg Symptome wie permanente Kopfschmerzen, Seh- und Konzentrationsstörungen, Taubheitsgefühle, Übelkeit sowie extreme Müdigkeit auf. Ihre behandelnden Ärzte waren dabei jedoch von einer neurologischen Krankheit und nicht von einer Kohlenmonoxidvergiftung ausgegangen, so dass eine Blutuntersuchung ausblieb. Erst ein Heizungsbauer entdeckte die tödliche Gefahr, die von der defekten, nicht gewarteten Therme im Badezimmer der Mieterin ausging. Er maß direkt an dem Gerät austretendes Kohlenmonoxid (CO) in einer höchst gesundheitsschädlichen Konzentration von 2000 ppm.

Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid im Winter besonders hoch – seit Jahresanfang viele CO-Unfälle

Gesundheitsgefährdende Vergiftungen durch Kohlenmonoxid (CO) kommen deutlich häufiger vor als vermutet. Sie sind nach Arzneimitteln und Drogen die Vergiftungsart mit den meisten Todesfällen in Deutschland. Hinzu kommen nicht tödlich verlaufende CO-Vergiftungen, deren Zahl laut Meinung von Experten des Bundesamtes für Risikobewertung um ein Vielfaches höher liegen dürfte als bekannt. In der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr von CO-Vergiftungen deutlich an. Darauf weist die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen jetzt in Berlin hin.

Jeder vierte Haushalt hat einen Kamin- oder Kachelofen, doch nur wenige schützen sich vor Kohlenmonoxid

Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen informiert über Gesundheitsgefahren mit Aufklärungswoche zum Start der Heizperiode

Giftiges Kohlenmonoxid (CO) kann durch verstopfte Abluftrohre und Schornsteine von Gasthermen, Ölheizungen oder Kamin- und Kachelöfen in die Raumluft gelangen. Durch technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulationen an der Verbrennungseinrichtung können insbesondere bei geschlossenen Fenstern lebensbedrohliche CO-Konzentrationen verursacht werden. Mit einer Aufklärungswoche anlässlich der Umstellung auf die Winterzeit vom 19. bis 25. Oktober weist die Initiative gemeinsam mit Feuerwehren und Schornsteinfegern auf die Gefahr durch Kohlenmonoxid hin.

Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen im Sommer

Initiative warnt vor lebensgefährlichem Abgasrückstau an heißen Sommertagen und vor der falschen Nutzung von Grills und Heizpilzen

Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid (CO) an heißen Sommertagen
Erfahrungen der letzten Jahre belegen: Nicht nur während der Heizperiode treten in Deutschland vermehrt CO-Vergiftungen auf. Auch in den Sommermonaten müssen Feuerwehren und Rettungsdienste ausrücken, um Menschen mit Vergiftungserscheinungen aus Häusern und Wohnungen zu retten. „An sehr heißen Sommertagen kann es passieren, dass die Abgase der Feuerstätten im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug sind, um vollständig abzuziehen“, erläutert Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und ergänzt: „Aufgrund des daraus resultierenden Abgasrückstaus kann giftiges Kohlenmonoxid in die Wohnung gelangen und zu gesundheitsgefährdenden CO-Vergiftungen bis hin zum Tod führen.“
Auch der Betrieb von mobilen Klimaanlagen oder Dunstabzugshauben kann gefährlich werden, wenn sauerstoffreiche Luft ins Freie abgegeben und durch den entstehenden Unterdruck Kohlenmonoxid aus dem Abgasrohr in die Wohnung gezogen wird.

Giftiges Kohlenmonoxid dringt durch jede Wand

Neuer Forschungsbericht bestätigt: CO diffundiert durch alle gängigen Baustoffe. Aufklärung der Bevölkerung und Installation von CO-Meldern empfohlen.

Kohlenmonoxid (CO) kann durch Decken und Wände im Haus dringen und somit auch entfernt von der eigentlichen Gefahrenquelle auftreten. Dies ist das zentrale Ergebnis eines aktuellen Forschungsberichts des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge. Wissenschaftler des Instituts haben die Diffusion von Kohlenmonoxid durch unterschiedliche Baustoffe wie Beton, Ziegel, Holz sowie Gipskarton untersucht und leiten verschiedene Empfehlungen ab: Feuerwehren und Rettungsdienste sollten bei allen Einsätzen CO-Warngeräte bei sich tragen, die Aufklärung der Bevölkerung über CO-Gefahren sollte intensiviert werden und es wird empfohlen, auch zuhause CO-Melder zu installieren.

Checkliste zur Vermeidung von CO-Vergiftungen anlässlich Aktionswoche ab 03. Februar 2020

Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen klärt auf und gibt Tipps zum Schutz vor dem gefährlichen Atemgift.

Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen hat eine Checkliste entwickelt, die auf mögliche Kohlenmonoxid-Gefahren im Haushalt hinweist und konkrete Tipps zum Schutz vor CO-Vergiftungen gibt. Dazu zählt neben der regelmäßigen Inspektion und Wartung von Gasthermen, Heizkesseln sowie Lüftungssystemen und der wiederkehrenden Abgasüberprüfung durch den Schornsteinfeger auch die Installation von CO-Meldern.